|
Kaum einer der Kameraden dachte daran, dass der Alarm für die Schleife 2 solche Ausmaße annimmt. Aus abgestellten polnischen LKWs bzw. deren Sattelauflieger auf dem Gelände einer Tankstelle tropfte eine unbekannte Flüssigkeit die übel roch. Vermutlich nutzten die polnischen Fahrer das Sonntagsfahrverbot für eine Heimreise und waren deshalb nicht aufzufinden. Bei Ankunft am Einsatzort stellte sich heraus, dass die Flüssigkeit auch chemische Reaktionen auf dem Untergrund verursachte. Daraufhin ließ der Einsatzleiter Gesamtalarm für unsere Feuerwehr auslösen und forderte den Gefahrgutzug Süd des Landkreises an. Um optimal geschützt zu sein vor eventuellen chemischen Gefahren, wurde die weitere Erkundung unter Chemieschutzanzügen vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass die als Abfall deklarierten Laster eine Art gepressten Aluminiumschrott geladen hatten. Daraus tropfte eine stark basische Flüssigkeit und drohte in die Kanalisation zu laufen. Das konnte verhindert werden durch das Ausbringen von Bindemittel. Auch die bisher ausgetretene Menge an Flüssigkeit wurde aufgenommen und man entschloss sich, weitere Flüssigkeiten in Planen bis zum Erscheinen der Fahrer zu sammeln. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Die Tankstelle musste teilweise gesperrt werden. Insgesamt waren 35 Kameraden aus den Feuerwehren Torgelow, Eggesin und Pasewalk beteiligt. Dazu kamen jeweils 2 Kollegen der Polizei und des anwesenden Rettungswagen. Ein Dankeschön möchten wir an dieser Stelle der Shell-Station Rossow sagen, die uns bei den sommerlichen Temperaturen mit Erfrischungen versorgte. Am Montag, bei Erscheinen der LKW-Fahrer wurden dann ca. 500 Liter der angesammelten Flüssigkeit abgepumpt und einem Spezialunternehmen zur Entsorgung übergeben. Nach Abbau der Auffangplanen konnten dann die LKWs unter Auflagen die Fahrt fortsetzen. |